Tödliche Gefahr durch Alltagschemie

Tödliche Gefahr durch Alltagschemie
Screenshot: welt.de

Tödliche Gefahr durch Alltagschemie

welt.de: Putzmittel, Farben, Klebstoffe: Zahlreiche Chemie- und Brennstoffpartikel tragen zur Luftverschmutzung bei. Ihr Effekt wird unterschätzt, sagen Forscher. Sie nennen bis 900.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr – zehnmal mehr als bisher geschätzt.

Bestimmte Partikel aus weit verbreiteten Chemikalien wie Farben und Pestiziden sowie Brennstoffen in der Luft führen einer Analyse zufolge zu mehr vorzeitigen Todesfällen als bisher angenommen. Auf sogenannte anthropogene sekundäre organische Aerosole (ASOA) gehen demnach weltweit wohl 340.000 bis 900.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr zurück – etwa zehnmal mehr als zuvor geschätzt.

Solche winzigen Partikel in der Atmosphäre bilden sich aus Chemikalien, die durch menschliche Aktivitäten emittiert werden. Hinzu kommen weithin bekannte Quellen für Luftverschmutzung wie Kraftwerke und Verkehr – insgesamt werden weltweit mehrere Millionen vorzeitige Todesfälle jährlich auf Feinstaub zurückgeführt.

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Emissionen von Alltagsprodukten spielten eine immer größere Rolle bei der Bildung von Schadstoffen vor allem in Stadtluft, erläutern die Forscher um Benjamin Nault von der University of Colorado in Boulder im Fachjournal „Atmospheric Chemistry and Physics“. Vorschriften zielten bisher vor allem auf eine Begrenzung der Emissionen von Schwefel- und Stickoxiden aus fossilen Brennstoffen ab, etwa bei Kohlekraftwerken und im Verkehr. „Diese sind wichtig, aber wir zeigen, dass man eine Hauptquelle außer Acht lässt, wenn man nicht auch auf Reinigungs- und Lackiermittel und andere Alltagschemikalien abzielt.“

Als Einschränkung ihrer Ergebnisse nennen die Forscher das Fehlen ausreichender Messungen in Süd- und Südostasien, Osteuropa, Afrika und Südamerika… weiterlesen

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