Welt besser hinterlassen „als wir sie vorfanden“

Welt besser hinterlassen „als wir sie vorfanden“
Fotos: Lush

Welt besser hinterlassen „als wir sie vorfanden“

Bewusster Konsum, bei dem Handel nicht auf Kosten von Ressourcen geht: Lush will die Welt besser hinterlassen „als wir sie vorgefunden haben“.

Obwohl in Deutschland nach internationalem Maßstab bereits viel recycelt wird, sind Einkäufe für viele Plastikverpackungen eine Einbahnstraße – direkt in den Müll. Eine Studie des WWF zeigt, dass Deutschland bis 2040 rund 20 Millionen Tonnen Kunststoff und 68 Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen könnte, wenn es endlich ein Kreislaufsystem für Plastikmüll etablieren würde.

Bewusster Konsum: „Bring it Back“-Recyclingprogramm jetzt auch in Deutschland

Am Anfang stand ein „Aufreger“: „Vor einiger Zeit haben wir erfahren, dass trotz aller nationalen Recyclingprogramme in vielen Ländern nur etwa 9 bis 12 Prozent der Kunststoffe recycelt werden. Das hat uns genervt und wir wussten, wir müssen etwas unternehmen.“ Deshalb zeigt Lush jetzt, wie bewusster Konsum funktionieren kann und erweiterte im März 2022 sein „Bring It Back“-Recyclingprogramm: Bereits seit dem vergangenen Jahr können Kundinnen und Kunden unter anderem in Großbritannien, Irland und den Niederlanden alle ihre leeren Verpackungen in den Store zurückbringen – das geht jetzt auch in Deutschland. 

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Damit kommt Lush der Vision seiner Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden, ein abfallfreies Einkaufserlebnis zu bieten, noch einen Schritt näher: Alle Produkte, die nicht unverpackt verkauft werden können, befinden sich in wiederverwendbaren Verpackungen, die nach Gebrauch an Lush zurückgegeben werden können und ein neues Leben erhalten.

Den Anstoß zum Recyclingprogramm gaben auch Kundinnen und Kunden. Mehr Anreize zum Recyceln sind in der Lush-Community beliebt. „Deshalb arbeiten wir fleißig an unserer Vision, den Menschen das ultimative abfallfreie Einkaufserlebnis zu bieten“, schreibt das Unternehmen. „Wir erfinden unverpackte Produkte, entwickeln besondere Verpackungsmaterialien, arbeiten an wiederverwendbaren Plastikverpackungen und suchen nach Optionen zum Nachfüllen.“

Damit möchte das Unternehmen bewussten Konsum ermöglichen, bei dem Handel nicht auf Kosten von Ressourcen geht.

So funktioniert das Recycling bei Lush
Grafik: Lush
  • Um beim „Bring It Back“-Programm mitzumachen, können Kundinnen und Kunden einfach mit ihren leeren Verpackungen in eine Lush-Filiale nach Wahl gehen und sich pro Packung 50 Cent auf Ihren Einkauf anrechnen lassen.
  • Die leeren Verpackungen werden dann von Lush gesammelt und an die EU-Partnerinnen und -Partner nahe der Manufaktur in Kroatien zurückgeschickt, wo sie recycelt werden.
  • Alternativ können auch fünf Verpackungen gegen eine frische Gesichtsmaske eingetauscht werden.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zum “Bring It Back”-Programm.

Das Unternehmen betont darüber hinaus: „Natürlich ist das erst der Anfang, denn Lush hat noch viele weitere Initiativen und Pläne in puncto Recycling und Nachhaltigkeit.“

Andrea Gläsemann

Über Lush

Das britische Unternehmen Lush Fresh Handmade Cosmetics ist Aktivist, Hersteller und Einzelhändler von frischer, handgefertigter Kosmetik mit über 928 Filialen und weiteren E-Commerce Shops in 48 Ländern. Gegründet 1995, weltbekannt, als Erfinder der Badebombe, umfasst das Sortiment über 300 Produkte im Bereich der nachhaltigen und frischen Haut- und Haarpflege. Das Sortiment wird nach ethischen Maßstäben produziert, ist zu 65 Prozent unverpackt, 100 Prozent vegetarisch und 95 Prozent vegan. Der Anteil selbstkonservierender Produkte liegt derzeit bei 82 Prozent.

In Deutschland umfasst das Geschäft derzeit 35 Filialen sowie einen E-Commerce-Shop. Im Einzelhandel und Support-Team werden ca. 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Düsseldorfer Lush Manufaktur versorgt den europäischen Markt mit den frischen und handgemachten Produkten und zählt weitere 278 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Lush ist ein kampagnenführendes Unternehmen, welches regelmäßig mit Graswurzelgruppen und Aktivistinnen und Aktivisten, die sich für Menschenrechte, Tierrecht und Umweltschutz einsetzen, kooperiert. Dabei werden die Filialen als Plattform genutzt, um denen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben. Neben der Förderung lokaler Projekte durch den gemeinnützigen Charity Pot, vergibt Lush zudem zwei internationale Förderpreise zur Entwicklung tierversuchsfreier Testmethoden und regenerativen Projekten.

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