50 Jahre Nationalpark: Gewinn für Mensch und Natur

50 Jahre Nationalpark: Gewinn für Mensch und Natur
Gruppenbild mit Ministerin Steffi Lemke zur Feier "50 Jahre Nationalparke" Foto: pit

50 Jahre Nationalpark: Gewinn für Mensch und Natur

Viel Grund zum Feiern: Durch Corona mit leichter „Verspätung“, trafen sich rund 100 Gäste im Haus der Commerzbank am Brandenburger Tor in Berlin. Im Beisein von Bundesumweltministerin Steffi Lemke ging es ums Anstoßen auf einen „runden“ Geburtstag: „50 Jahre Nationalparke in Deutschland – Ein Gewinn für Mensch und Natur“ war das Motto der Veranstaltung.

Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald Foto: Pixabay CCC/PublicDomain/Melanie

Großschutzgebiete – es sei „gut, dass wir sie haben“. Mit dieser Aussage lobte der aktuelle Träger des Deutschen Umweltpreises der DBU und fachkundige Kenner vieler Nationalparke auf dem Globus, Christoph Schenck von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, die Entscheidung vor einem halben Jahrhundert, mit dem Bayerischen Wald den damals ersten Nationalpark der Bundesrepublik zu eröffnen und ihn unter das Motto „Natur Natur sein lassen“ zu stellen. Schenk goss aber sogleich auch Wasser in diesen Festwein, als er sagte: „Es sind zu wenige, sie sind zu klein und zu sehr durch uns Menschen geprägt.“

Anspruch und Wirklichkeit im Naturschutz

Denn Theorie und Praxis klaffen – bei aller guter und professionellen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schutzgebieten – auseinander. Zu viele ökonomische Interessen verhindern allzu oft das Loslassen der Menschen und verhindern damit auch in den Nationalparks, dass diese ihrem Auftrag wirklich ungestört nachkommen. Zu übermächtig sind die Interessen der Menschen, die dann doch meist am Profit ausgerichtet sind, den sie mit den Schätzen der Natur erzielen (können).

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Denoch zog Peter Südbeck als Vorstand des Vereins Nationale Naturlandschaften eine positive Bilanz der vergangenen 50 Jahre: „Nationalparke sind eine gute Idee. Man müsste diese neu erfinden, wenn es sie nicht schon gäbe. Das System der Nationalparke muss jedoch systematisch weiterentwickelt werden, damit Deutschland seine Ziele auch in der internationalen Perspektive erreichen kann. Hierfür sind eine fortlaufende Qualitätssicherung und regelmäßige Evaluierungen notwendig und wichtig. Zum Erreichen dieser Ziele ist es unerlässlich, dass Bund und Länder ein gutes Miteinander entlang einer gemeinsamen Zielstellung leben und es braucht eine gute Ausstattung sowie ausreichend Personal in den Schutzgebieten. Dies ist leider nicht überall gegeben und daran müssen wir gemeinsam mit Bund, Ländern und weiteren Partnern arbeiten. Nationalparke leben mit, für und durch uns Menschen. Wir haben mit den Nationalparken ein Ewigkeits-Versprechen gegeben, dass wir auch einhalten müssen, weil wir intakte Natur für unsere Gesellschaft dringend brauchen.“

pit

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