Nachhaltigkeit im Schiffbau

Nachhaltigkeit im Schiffbau
Foto: Adlerauge/Pixabay CC/PublicDomain

Nachhaltigkeit im Schiffbau

Schiffe, insbesondere große Container und Kreuzfahrtschiffe, stehen nicht gerade im Ruf, besonders nachhaltig zu sein. Dies gilt für die Bauweise ebenso wie für die Antriebsarten. Im Gegenteil – bei Klimaaktivisten gelten die großen Schiffe als besondere Belastung, die die Meere und die Umwelt verschmutzen.

Dabei ist Nachhaltigkeit auch im Schiffbau langfristig möglich. Es muss nur entsprechend angegangen werden. Ziel sollte die Reduktion der Emission sein, aber auch eine biozidfreie Beschichtung sowie ein schonender Umgang mit Ressourcen beim Schiffbau.

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Nachhaltigkeit durch Kleben

Die Fügetechnik im Schiffbau beginnt, sich immer mehr für das Kleben zu interessieren. Durch das Kleben im Schiffbau kann Gewicht eingespart werden. Dies spart nicht nur Material, es sorgt vor allem für die Möglichkeit, an Treibstoff zu sparen, was wiederum Ressourcen schont und die Emission senkt.

Statt nur wie bisher Anbauelemente zu kleben können mit der heutigen Technik auch die lasttragenden Elemente geklebt werden. Dabei ist es hilfreich, wenn das Grundmaterial möglichst leicht ist, was außerdem wiederum Gewicht einspart und durch den oben genannten Vorgang dann zu Einsparung an Ressourcen und Emission führt. Daher kommt beim Schiffbau Aluminium als Material immer mehr ins Gespräch. Aluminium ist ein relativ leichtes Metall, das sich dennoch gut verarbeiten lässt und die nötige Stabilität aufweist, die für den Schiffbau zwingend notwendig ist.

Alternative Antriebsmöglichkeiten

Ein besonderer Dorn im Auge ist den Klimaaktivisten zu Recht der derzeitige Antrieb der großen Lastenschiffe und der Kreuzfahrtschiffe. Hier wurde in den letzten Jahren wenig für die Nachhaltigkeit getan, doch dies beginnt sich nun langsam zu ändern. Die Umstellung ist allerdings nicht einfach. Während viele andere Technologien, die den Antrieb betreffen, zunehmend auf Elektromobilität setzen, ist dies in der Schifffahrt nicht einfach. Hier werden ganz andere Anforderungen an die Elektrizität als Antriebskraft gestellt werden müssen.

Dennoch beschäftigt sich das Fraunhofer Institut IFAM seit einigen Jahren mit einer Technologie, die auch in der Schifffahrt zum Einsatz kommen könnte. Es handelt sich hierbei um die Forschung an Festkörperbatterien, welche keine brennbaren, flüssigen Elektrolyte enthalten. Geachtet wird hierbei auf eine hohe Leistungsfähigkeit durch eine hohe Anzahl an Lade- und Entladezyklen.

Biozidfreie Beschichtung

Ein weiterer umweltbelastender Faktor im Schiffsbau ist die Belastung der Meere durch biozidhaltige Beschichtungen. Eine Beschichtung der Schiffe ist notwendig, da die Schiffsrümpfe sonst über kurz oder lang mit Algen und Muscheln bedeckt wären und stets wieder aufwendig gereinigt werden müssten. Die einfachste Variante, Bewuchs zu vermeiden ist natürlich ein Biozid einzusetzen, welches dann aber auch an die Umwelt abgegeben wird. Daher wird auch hier seit einiger Zeit an umweltfreundlichen Alternativen geforscht.

Alex Bergmann

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