Fiktion und Fakten

Fiktion und Fakten
Foto: Pixabay CC0

Fiktion und Fakten

Die Jahreswende 2021/2022 ist anders als manch andere: Heuer ohne Böllerschuss – was der Welt verdreckte Luft und Müll, vor allem aber den Tieren Stress durch Lärm und Lichtblitze erspart.

Das neue Jahr läutet das letzte in der deutschen Atomstrom-Ära ein. Ende 2022 ist dann – endlich! – der letzte Reaktor nurmehr Geschichte. Dann beginnt das große Aufräumen: Das noch lange strahlende Erbe dieses vom Glauben an Hightech getriebenen Großexperiments wird noch Generationen nach uns in Atem halten.

2021 beherrschte ein winziges Virus die Welt. Corona füllte Schlagzeilen. Die Pandemie spaltete die Gesellschaft und ließ selbst Experten dem Konjunktiv verfallen. Mediziner und Minister versuchten sich damit in Erklärungen, obwohl niemand Genaues wusste. Spekulative Thesen kaschierten in Ermangelung von Daten ihr Unvermögen zur Entscheidung. Die Dramatisierung der Situation musste nicht selten nüchterne Daten ersetzen. Auch Medien transportieren inzwischen oft mehr Mutmaßungen als gesicherte Meldungen – bleibt zu hoffen, dass diese Unsitte bald wieder ein Ende findet.

Helfen könnte 2022 unsere Erinnerung. 1972 – also vor exakt 50 Jahren! – publizierten die Wissenschaftler des Club of Rome ihre Warnung vor der rücksichtslosen Ausbeutung des Planeten. Sie skizzierten das Ende der Rohstoffe und mahnten, dass die Übernutzung der Ressourcen Umwelt, Artenvielfalt und Klima ruinieren werde. So kam es in der Tat.

Damals wie heute, hörten aber – leider – nur wenige zu, noch weniger zogen aus dem Gesagten und Geschriebenen die (richtige) Konsequenz: Vieles wäre uns vermutlich erspart geblieben, hätten wir diese mahnenden Worte ernst genommen und danach auch wirklich gehandelt.

2022 haben wir die (vielleicht letzte?) Chance, aus dem Fehler von damals zu lernen und ihn zu korrigieren. Das Team von globalmagazin wünscht sich und seinen Leserinnen und Lesern, dass wir es gemeinsam – wenigstens – versuchen.

Dann kann das neue Jahr kommen!

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