FFF-Studie belegt: 1,5° Ziel ist noch zu schaffen

FFF-Studie belegt: 1,5° Ziel ist noch zu schaffen
Screenshot: FFF

FFF-Studie belegt: 1,5° Ziel ist noch zu schaffen

Fridays for Future-Demonstranten (FFF) hoben den Klimawandel als Themas für Gesellschaft und Politik spätestens mit ihrem Aktionstag am 25. September wieder auf die Agenda. Nun legen die meist jugendlichen Aktivistinnen und Aktivisten nach. In ihrem Auftrag legten Wissenschaftler des Wuppertal Instituts eine Studie vor. Die belegt klar: „Wir können 1,5 Grad Celsius (°C) noch einhalten!“ So steht es jetzt in einer FFF-Meldung.

Allerdings, das betont Svenja Kannt als Sprecherin der Arbeitsgruppe Forderungen bei Fridays for Future in ihrer Mail an Pressevertreter, „der Weg dorthin wird eine Herausforderung“.

Pläne der Politik können Erderwärmung nicht bei 1,5 ° Celsius stoppen“

Der Antrieb der jungen Klimaschützerinnen und Klimaschützer: „Seit fast zwei Jahren ist das Klima eines der größten Themen in Gesellschaft und Politik. Und gleichzeitig gibt es immer noch keine einzige Partei in Deutschland, die einen Plan zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens hat. Oder wenigstens einen Plan, was die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze für Deutschland eigentlich bedeutet. Zwischen den Zielen aller politischen Parteien und der 1,5-°C-Grenze klafft eine gigantische Lücke“, ziehen sie Bilanz ihres weltweiten Protests. Ihr Fazit: „So kann es nicht weitergehen.“

Sie zogen die Konsequenz aus dem Nicht-Handeln der Verantwortlichen. „Wir haben uns selbst an die Wissenschaft gewandt und gefragt: Was ist notwendig, um unter diesen 1,5 °C zu bleiben?“

Die nun vorliegende Studie zeige, so schreibt FFF, dass kein Klimaziel der aktuellen Bundesregierung mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C vereinbar sei. „Im Gegenteil: Sie würden zu einem mehr als doppelt so hohen CO2-Ausstoß führen, wie ein pariskonformer Pfad.“

Kein Parteiprogramm kompatibel mit Pfad des Pariser Klimaschutzabkommens

Das Einhalten der 1,5-°C-Grenzmarke sei, schreibt FFF, nur dann möglich, wenn Deutschland bis etwa 2035 CO2-neutral werde und auch nur dann, wenn die Emissionen „schon in den unmittelbar vor uns liegenden Jahren extrem sinken“. Die aktivisten beziehen sich dabei ausdrücklich auf die Studie des Wuppertal-Instituts. Demnach sei ein Erreichen von CO2-Neutralität “bis zum Jahr 2035 aus technischer und ökonomischer Sicht zwar extrem anspruchsvoll […], grundsätzlich aber möglich”.

Was dafür in den Bereichen Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr und Gebäude zu tun sei, hätten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht und in Maßnahmen festgehalten.

Leider zeige nach der FFF-Analyse keine Partei in Deutschland auch nur ansatzweise ein Bestreben, nach solchen Vorschlägen zu handeln. FFF-Aktivistin Carla Reemtsma sagte dazu: „Keiner der Klimapläne, keines der Maßnahmenpakete oder Parteiprogramme macht auch nur den Versuch, einen mit dem Pariser Klimaabkommen kompatiblen Pfad zur Emissionsreduktion zu verfolgen. Spätestens ab heute kann keine Entscheidungsträgerin und kein Entscheidungsträger mehr behaupten, nichts von den eigenen massiven klimapolitischen Verfehlungen gewusst zu haben.“

Fridays for Future selbst kommentiert die Studie so: „Dass sich so viele unserer Forderungen in der Studie wiederfinden – unter anderem die Forderung nach Nettonull 2035 oder nach einer CO2-Bepreisung in Höhe von 180 Euro zeigt, wie berechtigt sie waren und weiterhin sind.“

pit

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